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Vegas Please! - 2008-08-25 08:28:21

Ich habe gerade einen Cappucino fuer 2,80EUR getrunken und versuche diesen Preis durch meinen verlaengerten Aufenthalt im Flughafencafe zu rechtfertigen. 8:43 - ich sollte eigentlich noch mindestens 3 Stunden im Bett liegen und nicht an Flughaefen abgammeln. Ich sollte in den naechsten zwei Wochen auch eigentlich jeden Tag fleissig im Lehrstuhl sitzen und meine Diplomarbeit vollenden, die ich in sechs Wochen abgeben muss. Aber aufgrund einer aeusserst guenstigen Begebeneit bekomme ich die Reise gratis, und da waere es doch albern sie wegen einer kleinen Diplomarbeit abzusagen.

Ich habe bereits dieses Forular ausgefuellt, das mich fragte ob ich ein Spion sei, oder ein Terrorist, oder ein Nazi. Und ich wurde schon gefragt ob ich denn meinen Koffer allein gepackt hab und kein Terrorist mir beim Packen geholfen hat. Und das war noch in Deutschland.

Nach Amerika fliegen ist entspannt aber recht langweilig. Ist ja nur Wasser unter einem. Amerikanische Stewardessen sehen alle aus wie Kristie Alley, und das ist kein Kompliment. Mein Zwischenstop war in Newark, was sowohl nach Levenshtein als auch nach Euklid in der Naehe von New York ist, allerdings "technically in New Jersey". Naja. In New Jersey hat jedes Haus einen Pool, alle 10 Haeuser scheinen sich einen Baseballplatz zu teilen, alle 20 einen Footballplatz und alle 200 einen Golfplatz. Am Flughafen haengen ueberall Amerikaflaggen. Eigetlich ist es logisch, den Einreiseden etwas Nationalstolz zu zeigen, aber in Deutschland ginge sowas zu Zeiten wo keine Ballsportarten ausgetragen werden garnicht. Da wurden die Deutschen ungefaehr so die Nase ruempfen wie die Amerikaner bei gay polygamist marriange Kompagnen.

Der Aufruhr um die amerikanischen Sicherheitskontrollen ist total uebertrieben. Ausser dass ich meine Schuhe ausziehen musste waren die Kontrollen nicht schlimmer als bei innereuropaeischen Fluegen. Keiner hat mein Notebook sehen gewollt, niemand hat sich beschwert dass ich nen Eistee mitbrachte. Mit dem Passkontrolleur hatte ich sogar ein nettes Schwaetzchen.

Nach Las Vegas fliegen ist schon speaktulaerer. Man hat eine tolle Sicht auf den Grand Canyon, und in dem Moment in dem das Flugzeug zum Landeanflug ansetzt denkt man, es wolle auch dort landen. Dann fallen einem ein paar echt komische Haeuser auf, zB eine Pyramide, die inmitten der ansonsten furchtbar eintoenigen Wohngegend stehen. Als das Flugzeug gerade gelandet war fiel mir noch etwas kurioses auf: Neben dem Flugplatz war ein Haus mit der grossen Aufschrift "Konami". Jaha, Konami, bekannt fuer Parodius, Castlevania, und - Slot Machines! Und das Erste was man in Las Vegas sieht wenn man aus dem Flugzeg kommt, sind eben diese. Und zwar ein paar Dutzend davon, an jedem Terminal. Dann muss man mit einer U-Bahn zur Gepaeckannahme fahren (warum auch immer) und dort stehen: Weitere Slot Machines!



Mangels Bus musste ich mit dem teuren Taxi zum Hotel fahren. Der Fahrer hiess Moe und war echt cool drauf: "I love Germany, I've been there! Great food, great beer!" Wir fuhren aus der Stadt raus, eine Weile durch die Wueste, bis wir zum Lake Las Vegas kamen, eine Siedlung von Luxushotels um einen See mitten in der Wueste, zwischen Las Vegas und Grand Canyon. Wir hielten vorm Eingang eines viel zu nobel aussehenden Hotels, wo mir ein Concierge die Taxituer aufmachte mit den Worten "Good evening Sir, how are you? Welcome to Loews!"


philip schrieb am 2008-08-29 21:33:03

yay! sieht schick aus. da muss man doch einfach golf spielen. das wird schon nicht schwerer sein als auf der wii.


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